Fussball ist Fussball, und Politik ist Politik?!?

Mitnichten. Fans sind auch Bürger, und zeigen ihre Ansichten und Stimmungen im Stadion. Doch der Profi-Fußball tut sich damit mehr als schwer.

Nicht nur die Football Leaks zeigen dieser Tage, wie sehr sich der Fußball mittlerweile dem Profit verschrieben hat. Viele Vereine handeln nur noch im eigenen Interesse der Gewinnmaximierung, auf der Strecke bleibt das Verhältnis zu den eigenen Anhängern. Und wenn diese sich als mündige Bürger erweisen, die eine Meinung oder gesellschaftliche Haltung kommunizieren, überfordert das den Profi-Fußball regelmäßig.

Denn gesellschaftliche Diskussionen machen nicht vor den Stadiontoren Halt, sie sind Teil der Kurve. Borussia Dortmund hat das erkannt mit der Aktion „Kein Bier für Rassisten„. Im Netz liefert der Verein sogar Argumentationshilfen gegen Stammtischparolen. Oder Frankfurts-Präsident Peter Fischer, der sagt, dass niemand Mitglied bei Eintracht sein könne, der die AfD wählt. Doch diese Beispiele schwimmen gegen den Strom. Der VfB Stuttgart hat sogar in der Satzung seine „politische und religiöse Neutralität“ festgeschrieben. Schalke 04 machte dazu Werbung für eine russische Gas-Pipeline, ein politisches Projekt eines autokratisch geführten Staates.

Dieses Spannungsverhältnis beleuchtet mein ff. Radio-Beitrag aus dem Deutschlandfunk an einem aktuellen Beispiel aus der 3.Liga:


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