Der Sport und die Flüchtlinge!

Nordrhein-Westfalen hat zum Schulbeginn alle vom Land betriebenen Notunterkünfte in Sporthallen aufgegeben. 73 Sporthallen sind nun wieder für ihre eigentliche Zwecke verfügbar, dem Sport. Allein mehr als 40.000 Neuankömmlinge lebten allein Anfang 2016 in über 300 Sporthallen in NRW, viele Hallen werden noch von den Städten und Kommunen dafür genutzt. Auch wenn sie jetzt Schritt für Schritt wieder frei werden nach dem EU-Türkei-Abkommen, und dem damit verbundenen Rückgang neuer Flüchtlinge. Doch in die zweckentfremdeten Sporthallen muss jetzt kräftig investiert werden, weil die maroden Sportstätten durch die Dauernutzung endgültig kaputt sind.

Ohne Sportstätten leiden die Vereine massiv unter dieser Situation, deren Ende noch lange nicht abzusehen ist. Wütende Mitglieder treten mittlerweile verstärkt aus Sportvereinen aus.

Der Frust in den Sportvereinen ist zurzeit groß, weil sie ihre Sportstätte als Notunterkünfte für Flüchtlinge bereitstellen müssen. Auch weil durch das Krisenmanagement mit Trainings- und Spielumlegung die ganze Arbeitszeit drauf geht, in der die Vereine eigentlich für die Flüchtlinge Sportangebote schaffen wollen. Abgesehen von verärgerten Mitgliedern und erheblichen Mehraufwand innerhalb der ehrenamtlichen Tätigkeit. Der organisierte Sport meint, dass das Maß voll sei, und nun endlich auch andere gefordert seien. Messehallen, Gewerberäume, kirchliche Räume, Kulturbetriebsräume und städtische Räume müssten ebenso als Wohnung zur Verfügung gestellt werden.

Mein Beitragszirkel in TV und Radio über das Thema in chronologischer Reihenfolge aufgelistet mit den entsprechenden Links zu den Berichten:

1. WDR Fernsehen vom 11.10.2015: KALT ERWISCHT.

Sportler müssen Hallen räumen

2. Deutschlandfunk vom 01.11.2015: KEINE HALLEN MEHR FÜR VEREINE

Turnhalle als Notunterkunft

3. DeutschlandradioKultur vom 21.04.2016: GROßSTÄDTE UND DIE FLÜCHTLINGEFRAGE: BEISPIEL KÖLN UND SEINE SPORTHALLEN

Sporthalle als Notunterkunft

Hintergrund:
Darüber hinaus haben die KollegInnen im DLF im Dezember 2015 eine längere Beobachtung in einer Kölner Turnhalle machen können, die als Notunterkunft genutzt wird.

Auch wenn sich mittlerweile langsam das Blatt wendet, und erste Sportstätten seit Januar 2016 wieder frei gemacht werden Langsam kehren die Sportler zurück, wenn auch noch längst nicht überall. So wie in Bonn, wo der Stadtsportbund mittlerweile auf die Barrikaden geht! Oder eine Schule darüber verwundert ist, warum eine Sporthalle nicht genutzt werden kann, obwohl dort zurzeit keine Flüchtlinge untergebracht werden müssen.

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