Polizeieinsätze in der Bundesliga: DFL muss sich nicht an Kosten beteiligen! 3

Polizei

Auf 70 Mio. Euro schätzt die Polizei die jährlichen Kosten für die Einsätze bei Bundesligaspielen. Ohne Fußball könnten täglich bundesweit 2000 Beamte mehr für andere Zwecke eingesetzt werden. Bremen ist jetzt mit seinem Vorstoß vor dem Verwaltungsgericht der Hansestadt gescheitert, sich einen Anteil der Kosten dafür erstatten zu lassen. Jetzt legte das Bundesland Berufung gegen dieses Urteil ein.

Wer zahlt bei #Risikospielen? Im Mai 2017 verhandelte ein Bremer Gericht über Polizeikosten für die Bundesliga. Dabei kam heraus, dass sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) weiterhin nicht an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen in Bremen beteiligen muss. Das Land Bremen legt nun Berufung vor dem Oberlandesgericht als nächste Instanz ein. „Es war von vornherein klar, dass das Verfahren nicht vor dem Verwaltungsgericht Bremen zu Ende gehen würde. Weitere Optionen hängen auch davon ab, wie das angedachte, aber noch nicht terminierte Gespräch mit dem DFL-Präsidenten Reinhard Rauball ausgehen wird, erklärte Innensenator Mäurer gegenüber der FAZ.

Dahinter steckt ein handfester politischer Streit: Die Kosten für die Polizeieinsätze bei Bundesligaspielen sind in den letzten Jahren explodiert. Die Polizei schätzt sie bundesweit auf 70 Millionen Euro jährlich. Ohne die Fußballspiele der Bundesliga könnten täglich in Deutschland fast 2.000 Polizisten mehr eingesetzt werden. 2014 beschloss Bremen als erstes Bundesland, einen Teil der Kosten für Polizeieinsätze bei Spielen von Werder Bremen dem Verein in Rechnung zu stellen:


Mein Beitrag dazu vom 10.09.2014 aus sport inside im WDR Fernsehen:

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