Mangelhaft: Die Bundesliga und ihre medizinische Versorgung.

In der Bundesliga fallen Spieler öfter verletzungsbedingt aus als in anderen Ligen. Auch die sportpsychologische Betreuung ist mangelhaft.

Ein Grund für die vielen Verletzungen scheinen Defizite bei der ärztlichen Betreuung in den Vereinen zu sein. Die Bundesliga schnitt laut einer Studie im Vergleich zu anderen Top-Ligen in Europa deutlich am schlechtesten ab: Pro Spieltag fehlten ihr im Zeitraum von Saisonbeginn bis zur Winterpause durchschnittlich 62 Profis -alle Hintergründe dazu zum nachhören:

Ein Großteil aller Vereine von der 1. Bundesliga bis in die 3. Liga bieten keine sportpsychologische Betreuung an. Dabei könnte genau die frühzeitig helfen, psychische Erkrankungen wie Depressionen wahrzunehmen. Die Spielergewerkschaft VDV fordert ein Umdenken:

Sowohl bei körperlichen Verletzungen als auch bei psychologischen Problemen hinkt die Bundesliga hinterher!

Mittlerweile sollte den Bundesligavereinen klar sein, dass viele Profis unter Symptomen von psychischen Erkrankungen wie Depression oder Angststörungen leiden. Zumal die europäische Konkurrenz besser die Spieler vor Verletzungen schützt, als es die heimische Liga hierzulande tut.

Hintergrund:

Fussball ist nicht nur die beliebteste, sondern auch die gefährlichste Sportart der Welt – zieht man die absolute Anzahl an Verletzungen in Betracht. Alleine in der Schweiz können gemäss offizieller Unfallstatistik jährlich gesamthaft 45’000 Verletzungsfälle gezählt werden. Die von 2015 bis 2017 durchgeführte Studie der Baloise bestätigt diese eindrücklichen Zahlen.

Männlich, 31 Jahre alt und für 32 Tage krankgeschrieben

In 88% dieser Fälle ist die verletzte Person männlich sowie durchschnittlich 31 Jahre alt. Die Wahrscheinlichkeit, sich dabei am Fussgelenk oder Knie zu verletzen, ist mit jeweils rund 25% am grössten. Die Unfälle belasten nicht nur den Verletzten, sie führen auch zu deutlichen wirtschaftlichen Einbussen. Bei Arbeitsunfähigkeit fehlt die verunfallte Person durchschnittlich 32 Tage, so eine aktuelle Studie aus der Schweiz!

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