Anker für den Fußball-warum wir Fans gefordert sind!

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Der Stellenwert des Fußballs in unserer Gesellschaft? Nie größer als heutzutage! Akteure und Funktionäre sind allerdings nicht mit seiner Bedeutung mitgewachsen, die in der Black Box „FUSSBALL“ das Sagen haben. Deshalb war auch nie die Diskrepanz größer, zwischen dem, was der Fußball sein will, und dem, was er tatsächlich zu leisten im Stande ist!

Wir alle lieben dieses Spiel: Fußball. Seine Magie des Moments, seine innewohnende Tragik, seine triumphierenden Geschichten, seine unglaubliche Dramatik. Wir richten unser Leben mittlerweile sogar nach dem Spielplan der Bundesliga, Champions-League, oder Welt- und Europameisterschaften aus. Wir alle machen bereitwillig mit, es ist en vogue zum Fussball zu gehen, er gehört zum guten Ton in unserem Alltagsleben. Wie er sich mitunter in unserer Gesellschaft perfide ausgebreitet hat, beschreibt der honorige Kollege Moritz Küpper in einer mehr als hörenswerten Serie im DLF Sport.

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Doch all das allein reicht nicht, um ihm, unserem geliebten Sport, die Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme aufzubürden, oder gar zu denken, er könne mit ihnen umgehen. Denn das Gegenteil ist der Fall. Der Fußball ist sich selbst genug, er findet im Profibereich gar nur noch im geschützten Raum statt. Die Vereine diktieren die Berichterstattung mit Hilfe von Rechtevergabe oder Social-Media im Alleingang, kritischer Journalismus ist nicht gerne gesehen. Die so genannte Fußball-Familie bleibt zudem gerne unter sich, Quereinsteiger wie Schalke-Manager Christian Heidel sind die wahren Exoten der Branche. Denn die setzt fast ausschließlich bei der Besetzung hochrangiger Posten auf ehemalige Bundesliga-Profis, oder eben der Fußball-Familie wohlgesonnene Funktionäre: Management by Publikumsliebling genannt.

Wie können wir unter diesen Voraussetzungen auch nur ansatzweise erwarten, dass der Fußball richtig, besonnen, und mit Weitblick agiert, wenn er mehrheitlich nur von solchen geführt wird, die nie etwas anderes als diese geschützte Black Box kennengelernt haben?!?

BVB

Müssen wir uns nicht, wir Fans jeglicher Coleur, einmal hinterfragen, ob wir dem Fußball aufgrund seines Stellenwerts in unserer Gesellschaft nicht viel zu viel aufbürden?!? Sollten wir nicht – als Außenstehende dieser Blackbox – ihm dokumentieren, dass wir ihn zwar lieben, aber gerade wenn er von gesellschaftlichen Problemen, oder gar Anschlägen auf die #BVB Spieler getroffen wird, anders handeln sollte/muss. Nicht nach seinen Zielen oder Terminzwängen, sondern so wie wir es alle tun würden, wenn es nicht der Fußball wäre: Inne halten, durchatmen, verarbeiten, Hilfestellungen leisten, zusammenfinden, beistehen…?!? Dazu braucht es Haltung. Denn wenn die Alternative nur seitens der Verbände Rückzug aus dem Wettbewerb ist, dann bitte. So sehr das sportliche Ausscheiden alle schmerzen würde, es ist mehr als vernachlassbar, weil es um viel wichtigere Dinge geht: Menschlichkeit und Zusammenhalt!

Ich glaube, dass genau dies dem Fußball gut tun wird – denn er selber wird sich dieser Erkenntnis in seiner Black Box nicht mehr gewahr. Deshalb sollten wir ihm helfen, alle, die wir den Sport so lieben. Damit er nur das leisten muss, was er kann. Und nicht das, was wir denken, er könnte es.

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