Illegales Vorgehen der Polizei vs. Ultras?

Die Staatsanwaltschaft hat beim Sicherheitsbeauftragten des SC Preußen Münster eine illegale Hausdurchsuchung durchgeführt. Anscheinend will sie Material über die Ultras des Vereins sammeln, an die sie sonst nicht hätte rankommen können. Ein bisher einmaliger Vorgang im deutschen Fußball.

Auslöser dafür war das Drittligaspiel zwischen SC Preußen Münster und Hansa Rostock. Wegen massiven Einsatzes von Pyrotechnik in der Heimkurve stand das Spiel kurz vor dem Abbruch. Danach nimmt die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf, und das entsprechende Videomaterial wird seitens der Polizei und des Sicherheitsbeauftragten des Vereins ausgewertet. Kurze Zeit später wird dessen Büro und seine private Wohnung durchsucht. Sein Computer und sein Handy werden sicher gestellt, denn es besteht laut Staatsanwaltschaft der Anfangsverdacht der Strafvereitelung.

Ein Taschenspielertrick der Staatsanwaltschaft und der Polizei?

14 Tage später kassierte das Landgericht Münster den Durchsuchungsbeschluss ein. Ein Schlag ins Gesicht von Staatsanwaltschaft und Polizei. Oder doch nicht? Zwar dürfen jetzt die auf den beschlagnahmten Geräten gefundenen Daten nicht mehr gegen den Sicherheitsbeauftragten verwendet werden. Allerdings kann die Polizei die darauf gefundenen Daten für sich auswerten, und in ihre Ermittlungen gegenüber Dritte – in dem Fall die Ultras des Vereins – einbeziehen.

Illegales Vorgehen?

Die ganze Geschichte gibt es in meinem Beitrag für den Deutschlandfunk hier zum nachhhören:

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